09.10.2011
Die LB AG lädt alle Aktionäre zur Hauptversammlung am 05.11.2011 ein...
21.06.2011
Der beliebte Schmaadlecker-Shuttle wird am 04.09.2011 wieder fahren. Veranstalter ist in diesem Jahr der Verein Lumdabahn ...
Die heute noch 14 Kilometer lange Lumdatalbahn verband früher Lollar mit Londorf und Grünberg.
Grünberg liegt an der Vogelsbergbahn Fulda - Alsfeld - Gießen.
Die Lumdatalbahn wurde in zwei Etappen eröffnet: Am 01.08.1896 zwischen Grünberg und Londorf, knapp sechs Jahre später, am 01.06.1902, zwischen Londorf und Lollar an der Main-Weser-Bahn.
Von Bedeutung war die Strecke für zahlreiche Steinbruchbetriebe, denen mit Eröffnung der Bahn ein preisgünstiger Transportweg zur Verfügung stand.
Noch heute profitiert die Steinindustrie von dem Bahnanschluss, wenngleich mit dem Staufenberger Betrieb der Firma RHI (Didier Werk) nur noch ein einziger Verlader geblieben ist.
Der Personenverkehr im oberen Abschnitt Grünberg - Londorf blieb von untergeordneter Bedeutung und endete bereits im Mai 1963.
Wenig später wurden dort die Gleise entfernt.
Obwohl deutlich besser frequentiert, stellte die damalige Deutsche Bundesbahn am 30.05.1981 auch die übrigen Züge zwischen Londorf und Lollar ein. Es war die Zeit des großen Nebenbahnsterbens.
Die Einstellungen wurden vielfach gegen den Protest der Bevölkerung und nicht selten entgegen aller betriebswirtschaftlicher Vernunft durchgeführt.
Einige Stilllegungen der damaligen Zeit wurden zwischenzeitlich rückgängig gemacht, vor allem in den Bundesländern Rheinland Pfalz und Baden Württemberg.
Insgesamt wurden bisher in Deutschland über 35 ehemals stillgelegte Strecken reaktiviert. Teilweise verkehren heute sogar S-Bahnen, wo Jahrzehnte kein Personenzug mehr über die Gleise rollte.
Selbst bereits abgebaute Schienen, wie zwischen Grävenwiesbach und Brandoberndorf, wurden einfach wieder neu verlegt.
Auch im Lumdatal sprachen sich bereits im Jahr der Stilllegung zahlreiche Bürger für eine Wiederinbetriebnahme aus. Der Protest mündete 1995 in der Gründung der Lumdatalbahn Aktiengesellschaft.
Nach der Einstellung des Güterverkehrs im Jahr 1991 erfolgte die Stilllegung des Abschnittes Mainzlar - Londorf für den Gesamtverkehr.
Als die Deutsche Bahn auch auf dem Stück Lollar Mainzlar den Verkehr einstellen wollte und damit das Didier-Werk in seiner Existenz bedroht gewesen wäre, pachtete die Stadtentwicklungsgesellschaft Staufenberg mbH die Strecke von der Deutschen Bahn.
Die Betriebsführung obliegt seitdem der Frankfurt-Königsteiner-Eisenbahn AG, einem Unternehmen der Hessischen Landesbahn.
Die Strecke steht als öffentliche Eisenbahn-Infrastruktur allen privaten und staatlichen Verkehrsunternehmen offen.